Sa., 20.06.2020 - So., 28.06.2020, Oer-Erkenschwick
Kohle und Stahl, die das Ruhrgebiet über weit mehr als ein Jahrhundert geprägt haben, sind heutzutage kaum mehr zu finden. Die letzte Steinkohlezeche wurde im Dezember 2018 geschlossen und Stahl aus Eisenerz mit Hochöfen wird nur noch in Duisburg am Rhein erzeugt. Der kulturelle Teil dieser Wanderwoche beschäftigt sich daher vor allem mit der Geschichte des Bergbaus und der Stahlindustrie. Da das Ruhrgebiet mehr und mehr wieder grün wird, kommt die Natur auf unseren Wanderungen nicht zu kurz. Der Baldeneysee an der Ruhr im Süden und der Halterner Stausee an Stever und Lippe im Norden bieten ebenso reizvolle Landschaften wie die Wanderungen an den Kanälen und durch die Wälder des Naturparks Hohe Mark. Weite Aussichten über das Ruhrgebiet bieten auch die begrünten Abraumhalden der ehemaligen Bergwerke. Erkunden werden wir das Ruhrgebiet vom Haus Haard am Haardgrenzweg, am Übergang vom Ruhrgebiet ins Münsterland.
Das vorläufige Programm:
Samstag, 20.06.2020 Anreise
Treffpunkt am Samstag, 20. Juni 2020 am Hauptbahnhof München, Reisezentrum
um 09:30 Uhr.
Abfahrt um 09:51 Uhr mit ICE 722.
Planmäßige Ankunft in Bochum Hbf um 15:28 Uhr.
Dort wird die Gruppe von einem Shuttlebus abgeholt.
Fahrt ca. 27 km über die A43 zum Haus Haard.
Ankunft geplant ca. 16:30 Uhr.
Sonntag, 21.06.2020 Halde Hoheward, Schloß Herten und Westerholt
Der erste Wandertag bietet uns gleich zu Beginn einen umfassenden Überblick über das Ruhrgebiet. Den haben wir von der Halde Hoheward an der ehem. Zeche Ewald. Weiter führt uns der Weg zum Schloß Herten mit seiner schönen Parkanlage. Am Ende der Wanderung erreichen wir Westerholt, das wegen seiner vielen denkmalgeschützten Häuser als das „Rothenburg Westfalens“ bekannt ist.
Wegstrecke: ca. 14 km, Höhenmeter auf: 140 Hm, ab: 120 Hm.
Kaffee-Einkehr geplant am Schloß Herten oder in Westerholt.
Montag, 22.06.2020 Zum Halterner Stausee
Am zweiten Wandertag genießen wir die Natur auf dem Hohe-Mark-Steig im Münsterland. Nachdem wir von Flaesheim aus die Lippe mit einer handgezogenen Fähre überwunden haben, kommen wir durch die Westruper Heide zum Halterner Stausee. Dort führt uns ein wunderschöner Weg direkt am See entlang zum Stever-Zufluß und weiter Stever-aufwärts zum Heimingshof, wo eine Einkehr geplant ist. Die Wanderung endet am Schloß Sythen.
Wegstrecke: ca. 13 km, Höhenmeter auf: 35 Hm, ab: 35 Hm.
Kaffee-Einkehr geplant am Heimingshof.
Dienstag, 23.06.2020 Kulturtag in Recklinghausen
An diesem Tag lernen wir mit einer Stadtführung die Kreisstadt Recklinghausen kennen. Danach bleibt genügend Zeit zum Einkaufen oder eigene Erkundungen zur Verfügung. Am Nachmittag wandern wir zurück zum Haus Haard.
Wegstrecke: ca. 11 km, Höhenmeter auf: 80 Hm, ab: 85 Hm.
Alternative : Fahrt mit dem Bus (ÖPNV ab Hauptbahnhof)
und anschl. noch 1,2 km zu Fuß.
Mittwoch, 24.06.2020 Natur und Kultur an der Haard
An diesem Tag wandern wir zunächst vom Haus Haard aus auf dem Hohe-Mark-Steig auf den Stimberg, den Hausberg von Oer-Erkenschwick. Danach kommen wir nach Erkenschwick, wo wir auf dem ehem. Zechengelände von Ewald-Fortsetzung das kleine aber feine Bergwerksmuseum besichtigen.
Wegstrecke: ca. 15 km, Höhenmeter auf: 170 Hm, ab: 180 Hm
Kaffee-Einkehr geplant am Ende der Wanderung.
Donnerstag, 25.06.2020 Stahlerzeugung in Dortmunds Süden
Die Stahlerzeugung im Süden von Dortmund ist eng mit den bekannten Stahlproduzenten Krupp, Hoesch und Thyssen verbunden. Bekannt für guten Stahl in Dortmund ist aber „Karl Hoesch“, den es nie gegeben hat, aber von der Dortmunder Bevölkerung so liebevoll genannt wird. Von Aplerbeck wandern wir über Schüren an der renaturierten Emscher entlang, bis wir bei Hörde den Phoenixsee erreichen. An gleicher Stelle wurde bis 2001 noch Stahl erzeugt. Auch die Hörder Burg gehörte zur ehem. Hermannshütte. Auf dem Weg zum Rombergpark schauen wir uns noch das ehem. Hochofenwerk westlich von Hörde an. Ende der Wanderung wird der botanische Garten im Rombergpark sein.
Wegstrecke: ca. 13 km, Höhenmeter auf: 60 Hm, ab: 65 Hm
Kaffee-Einkehr geplant im Café Orchidee am Pflanzenschauhaus.
Freitag, 26.06.2020 Am größten Kanalkreuz Europas
Bei Datteln und Waltrop treffen auf einer Strecke von etwa 6 Kilometern vier Kanäle aufeinander. Hinzu kommt noch die „Alte Fahrt“, ein altes ehemaliges Teilstück des Dortmund-Ems-Kanals bei Olfen. Von Datteln wandern wir streckenweise an den Kanälen entlang oder überqueren sie. Schluss und Höhepunkt der Wanderung ist das Schiffshebewerk bei Henrichenburg, das aus altem und neuem Hebewerk und alter und neuer Schleuse besteht. In Betrieb ist heute nur noch die neue Schleuse. Dieser Schleusenpark ist einer von acht Standorten des Westfälischen Landesmuseums für Industriekultur und Ankerpunkt der „Route der Industriekultur“.
Wegstrecke: ca. 15 km, Höhenmeter auf: 60 Hm, ab: 50 Hm
Kaffee-Einkehr möglich am Schiffshebewerk.
Samstag, 27.06.2020 Am Baldeneysee, dem Naherholungsgebiet in Essens Süden
Auf dem Baldeney-Steig kommen wir noch einmal mit dem Stahl in Berührung. Die Villa Hügel war der Wohnsitz der Familie Krupp. Von Kupferdreh aus geht es über die Ruhr zunächst am Ufer entlang und später auf der Höhe an mehreren Ausflugslokalen und der Isenburg vorbei zur Villa Hügel. Nach der Besichtigung der Villa kommen wir wieder ans Ufer und wandern über das Stauwehr nach Werden zur Basilika St. Ludgerus, wo die Wanderung endet.
Wegstrecke: ca. 13 km, Höhenmeter auf: 180 Hm, ab: 170 Hm
Kaffee-Einkehr vorgesehen am Baldeneysee bei Werden.
Sonntag, 28.06.2020 Heimfahrt
Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg nach Hause. Die Heimfahrt verläuft so wie die Hinfahrt über Bochum.
Ankunft in München gegen 17:15 Uhr.
Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten und Alternativprogramme werden organisiert.
Änderungen vorbehalten.
Wanderführer : Reinhard Klemp
Fällt aus wegen Corona-Virus
Die Wanderwoche wird verschoben auf 12.-20.06.2021
